Bald auch Werbung auf Twitter durch ‘Promoted Tweets’
Bisher nutzen die Macher der Microblogging-Plattform Twitter Ihren Erfolg nicht, um Geld damit zu verdienen. Allerdings soll sich dieser Umstand bald ändern. Gemäss den Berichten der New York Times will Twitter neben den bisherigen Tweets auch Werbeanzeigen auf der Seite einblenden. Diese Werbeanzeigen sollen den Namen ‚Promoted Tweets‘ tragen und neben der Webseite auch in Clients eingebunden werden.
Wie die New York Times berichtet, wurde von Social Network Twitter aber bereits eine Art „Entwarnung“ gegeben. Die Nutzer werden nicht planlos mit Werbung überhäuft, sondern sie bekommen nur die Werbung zu sehen, die sie auch nützlich fänden. In einer ersten Phase erscheinen die ‚Promoted Tweets‘, wenn ein Nutzer nach Keywords sucht, die Werber eingekauft haben um sich mit ihrer Anzeige zu verlinken, ähnlich dem bekannten Modell Google Adwords. Später sollen dann auch werbefinanzierte Meldungen innerhalb der Tweets zu sehen sein. Hierbei ist angeblich entscheidend, wofür sich der jeweilige User interessiert, damit die Werbung für ihn auch ansprechend wirkt.
Twitter hat aktuell ca. 80 Mio. registrierte User. Mit dem Werbesystem, das Google Adwords in der Tat sehr ähnelt, hat Twitter nun einen Weg gefunden auch Geld zu verdienen, wie auch bereits andere Soziale Netzwerke. Am 13. April waren erstmalig gekaufte Tweets auf der Webseite eingebunden.
Das neue Werbesystem stiess bereits auf reges Interesse bei namhaften Firmen, wie bspw. Red Bull, Starbucks und Bravo. Als Grund für die neuen, werbefinanzierten Tweets wurde gegenüber der New York Times genannt, dass Twitter die Kommunikation, die Unternehmen ohnehin schon mit ihren Kunden über Twitter führen, verbessern will. Ganz so uneigennützig wie dieses Statement klingt, sind die Veränderungen in Twitter wohl nicht, aber als offizielle Begründung klingt es natürlich ganz gut. Der offene Austausch von Informationen schaffe Möglichkeiten für Individuen, Organisationen und Unternehmen zugleich.
Wir sind gespannt wie die ersten User-Erfahrungen sein werden. Die Vermutung liegt nahe, dass sich die User verärgert oder abgeschreckt fühlen und dadurch die Plattform nicht mehr so stark nutzen. So, wie es eben immer ist, wenn ein werbefreier Dienst plötzlich zum Werbesystem mutiert. Auf jeden Fall können wir gespannt sein.
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Herzliche Grüsse
Ihr Dr. Patrick Seifried
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